„Such dir einen schönen Stern am Himmel“

Nina Zachers Weg war ein öffentlicher. Bis zuletzt.
Die ALS-Patientin gewährte berührende Einblicke in das Unvorstellbare:
Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass man stirbt? Wie erklärt man dies seinen vier Kindern? Wie soll ein Ehepartner das aushalten?
Mit ihren Facebookpostings erreichte sie zahlreiche Follower und noch zu Lebszeiten reifte der Wunsch, aus ihren vielen Gedanken ein Buch zu gestalten.

Im Sommer 2015 nahm Nina durch Vermittlung meines lieben Kollegen Stefan Parrisius, bei dem sie als Interviewpartnerin zu Gast war, Kontakt zu mir auf.

Parrisius /Zacher

Stefan Parrisius / Nina Zacher 2015 (Foto: BR)

Nina schrieb bis zuletzt – ein wertvolles Vermächtnis.

Aus diesen Aufzeichnungen, sowie aus den eindringlichen Erzählungen ihres Mannes Karl-Heinz und ihrer Tochter Helena ist nun das Manuskript für „Such dir einen schönen Stern am Himmel“ entstanden. Es erscheint im Frühjahr 2018 beim S.Fischer Verlag.

Auf seiner Facebookseite schreibt Karl-Heinz Zacher am 10.10.2107:

„Heute, vor genau elf Monaten, schrieben Dorothea Seitz und ich die ersten Worte nieder. Dieser Tag markiert den Beginn, mein Versprechen an Nina zu erfüllen, ihr Manuskript als Buch zu vollenden, ein Versprechen, das ich heute, nach Monaten intensiver und emotionaler Arbeit, einlösen kann:
„SUCH DIR EINEN SCHÖNEN STERN AM HIMMEL“ – lässt Euch ab Ende April 2018 an Ninas Geschichte, ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben, ermöglicht Euch einen tiefen Einblick in Ninas Schicksal und das unserer Familie.
An dieser Stelle danke ich von Herzen unserer Tochter Helena, meiner Co-Autorin Dorothea Seitz, Peter Käfferlein, Olaf Köhne und dem S. Fischer Verlag für ihre fortwährende Unterstützung und ihr bemerkenswertes Engagement bei dieser oft sehr schmerzvollen Aufgabe.

Um Euch einen kleinen Ausblick zu ermöglichen, dürfen wir Euch heute hier eine kurze Leseprobe vorstellen:

„Viele meiner Jahrelang hart erworbenen Fähigkeiten habe ich bereits verloren und dennoch bin ich im friedlichen Einklang mit meinem Schicksal. Ich trauere nicht um meinen harten Verlust. Ich nehme ihn einfach an. Ich lerne zu lieben, was ist und nicht zu hinterfragen, was sein könnte. Ich biete meinem Widersacher die Stirn und gehe trotzdem demütig vor ihm in die Knie. Ich lasse mich fallen in das weiche Bett der Liebe und Freundschaft, das mich auffängt und beschützt, wenn ich schließlich endgültig falle. Ich gehe ins Vertrauen, die stillste Art von Mut und bin sicher, es wird irgendwann einen Sinn ergeben und am Ende alles gut sein.“ (Nina Zacher 29. Nov. 2014)“.

Weitere Infos unter S.Fischer Verlage

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